Das Mercosur-Land Uruguay ist für viele deutsche Unternehmen sehr weit weg. Der Geschäftsführer des Hamburger Logistikers Schryver erklärt, warum dies anders sein könnte.
Uruguay zählt mit 3,4 Millionen Einwohnern zu den kleinsten Volkswirtschaften Lateinamerikas. Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 2026 voraussichtlich rund 27.600 US-Dollar gehört das Land zugleich zu den einkommensstärksten der Region. Darüber hinaus gilt Uruguay laut dem Democracy Index 2025 des Economist als einzige „vollwertige Demokratie“ Lateinamerikas. Im weltweiten Vergleich belegt das Land Rang 25. Ebenfalls auf Rang 1 in der Region bewertet Freedom House den Stand der politischen Freiheit: Laut dem Global Freedom Index 2026 zählt Uruguay zu den freiesten Ländern der Welt.
Mit Abstand Spitzenreiter in Lateinamerika ist Uruguay mit Blick auf den Antikorruptionsindex (2025: Rang 17 weltweit). Hinzu kommt die große geografische Distanz zu den geopolitischen Krisenherden der Welt.
Auf dieser Grundlage will sich Uruguay als Mercosur-Mitglied künftig noch stärker als sicherer Hafen für Investitionen etablieren. Zudem positioniert sich das Land als Logistik-Hub für die anderen Mercosur-Staaten und als sichere erste Anlaufstelle für ganz Südamerika. Bislang kommt Uruguay auf der "Landkarte" der meisten deutschen Unternehmen nicht vor. In der Rangfolge der deutschen Exporte lag das Land 2025 mit 382 Millionen Euro lediglich auf Rang 97. Bei den Importen erreichte Uruguay mit 320 Millionen Euro Rang 86, so Destatis.
Germany Trade & Invest (GTAI) sprach mit Henrik ter Huerne, Geschäftsführer bei Schryver Uruguay, um zu erfahren, warum es sich für deutsche Firmen lohnen kann, Uruguay näher in Augenschein zu nehmen.
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Von Stefanie Schmitt | Santiago de Chile | GTAI Germany Trade & Invest
Link: https://www.gtai.de/de/trade/uruguay/wirtschaftsumfeld/standort-uruguay-2024448